Was zur Hölle ist ein Corona-Buch?

Neulich wurde ich gefragt, ob NAGLFAR ein „Corona-Buch“ sei. Ich muss wohl ziemlich irritiert ausgesehen haben, denn mein Gegenüber meinte prompt, das sei ja auch nicht so wichtig und ging dazu über, das Buch zu loben. Es sei auf jeden Fall ganz toll geschrieben. Ich hatte noch auf dem Nachhauseweg keine wirkliche Antwort auf die Frage. Und mal ehrlich: Was zum Geier ist ein Corona-Buch?

Geldmacherei oder Zeitvertreib?

Ist ein Corona-Buch eines, mit dem man während einer Pandemie besonders viel Geld machen kann, weil man den Leuten endlich mal „die reine Wahrheit“ über das Virus erklärt? Oder ist es ein Thriller über eine Verschwörung in einem Virenlabor? In beiden Fällen wäre NAGLFAR definitiv kein Corona-Buch.

Ist das vielleicht ein Buch, das man schreibt, weil einem im Lockdown schrecklich langweilig ist und man sowieso nirgends hin gehen kann? So etwas soll es ja geben. Aber vermutlich nur von Autoren, die keine Kinder haben, die sie permanent davon abhalten müssen, das Haus anzuzünden. Oder denen sie neben dem Job noch per Home-Schooling den Lernplan drauf schaffen müssen. Ich verrate wohl kein Geheimnis, wenn ich sage, dass ich zur anderen Kategorie gehöre. Die Pandemie hat mir nicht nur meine Zeit und Nerven gestohlen, sondern lange auch meine Kreativität. Kann ich also sagen: NAGLFAR ist kein Coronabuch?

Trotzreaktion und Motivationsschub

Vielleicht doch: Ich habe NAGLFAR der Pandemie zum Trotz geschrieben. Weil ich die Nase voll hatte. Während des zweiten Lockdowns, als Anfang 2021 immer noch nicht abzusehen war, wie lange das alles noch dauern würde, habe ich beschlossen, dass es jetzt reicht. Ich musste wieder anfangen zu schreiben, irgendwie, irgendwann zwischendurch. Und sobald ich erst einmal erkannt hatte, dass es sinnlos ist, sich runterziehen und in seiner Kreativität bremsen zu lassen, ging es plötzlich. Das neue Buchbaby wuchs und gedieh. Und NAGLFAR ist letztlich besser und erfolgreicher geworden als ich es erwartet hatte.

Worauf will ich hinaus? Im Schreiben kommt es auf die Motivation und das Ziel vor Augen an. Das kann vieles sein: persönliche Verwirklichung, Verarbeitung von Erlebtem, Millionenverträge (ähm, ja) oder eben auch Wut im Bauch über eine Pandemie. Was immer es ist, man sollte es nutzen und sich nicht durch externe Umstände von dem abhalten lassen, was man liebt. Und wer gerne strickt und häkelt, auf geht‘s: Zeigt es diesem Virus!

Bleibt gesund und munter!

P.S.: Wer NAGLFAR noch nicht kennt, kann es überall im Buchandel und online bestellen sowie natürlich auf allen gängigen Plattformen reinlesen, z.B. hier.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.